Defizite aller Krankenhäuser in Baden-Württemberg seit dem 01.01.2025

Defizituhr

Allein im Jahr 2025 erwarten die Krankenhäuser im Land ein zusätzliches Defizit von mindestens 1 Mrd. Euro. Trotz nachweislich effizienter Strukturen steigen die (erwarteten) Defizite der baden-württembergischen Krankenhäuser von Jahr zu Jahr. 2023: 670 Mio. €, 2024: 900 Mio. € und 2025: 1 Mrd. €. Das diese Erwartungen nicht übertrieben sind, zeigt das Ergebnis einer BWKG-Umfrage im März 2025. Danach war das Defizit 2024 sogar noch höher als befürchtet.

Neben der Tatsache, dass die überdurchschnittlichen Personal- und Sachkosten der Krankenhäuser in Baden-Württemberg in der Vergütungssystematik der Krankenhäuser schon seit vielen Jahren unberücksichtigt bleiben, zeigen sich hier die Auswirkungen der massiven Kostensteigerungen insbesondere aus den Jahre 2022 und 2023.

Anders als die meisten Unternehmen können Krankenhäuser die Preise nicht einfach erhöhen und so an die Inflationsentwicklung anpassen. Die jährlichen Preisanpassungen für Krankenhausleistungen sind vielmehr gesetzlich eng vorgegeben. Diese Vorgaben haben dazu geführt, dass ein großer Teil der Kostensteigerungen gar nicht finanziert wurde oder es gab in den vergangenen Jahren Einmalzahlungen, die wieder weggefallen sind, während die gestiegenen Kosten weiterbezahlt werden müssen.

Ein erheblicher Teil des Defizits wurde aber auch durch politische Eingriffe verursacht. So hat das Bundesgesundheitsministerium die Vergütung der Fallpauschalen zu Lasten der Krankenhäuser abgesenkt, ohne eine sachliche Grundlage hierfür zu haben. Außerdem hat das Bundesgesundheitsministerium die Berechnungsformel für den Landesbasisfallwert – den Preis der Krankenhausleistungen – ungerechtfertigt verändert.

Aktuelle Informationen zur wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser im Land finden Sie in den BWKG-Pressemitteilungen www.bwkg.de/presse/.